Beleihung/ Pfandkredit - Pfandkredithaus Plauen. An- und Verkauf von hochwertigen Artikeln. Ankauf von Altgold. Beleihung und Pfandkredit

Was passiert in einem Pfandkredithaus?

Fragen und Antworten:

Was ist ein Pfandkredit?
Wer einen Pfandkredit in Anspruch nimmt, macht -anders als beim üblichen Kredit- keine Schulden. Der Pfandkreditkunde hinterlegt Teile seines Eigentums als Sicherheit und erhält im Gegenzug schnell und unbürokratisch Bargeld. Das Pfand bleibt während der gesamten Kreditlaufzeit Eigentum des Verpfänders.

Wie lange läuft der Pfandkreditvertrag?
Der Pfandkreditvertrag wird in der Regel über einen Zeitraum von drei Monaten abgeschlossen. Neben einer Verlängerung des Vertrages nach drei Monaten ist mit Einverständnis des Pfandleihers auch die frühzeitigere Auslösung des Pfandes möglich.

Was muss ich bezahlen, wenn ich mein Pfand abholen oder
den Vertrag verlängern möchte?

Bei einer Abholung sind das Darlehen sowie Zinsen und Gebühren für die abgelaufene Zeit zu zahlen. Die Verlängerung kostet nur die Zinsen und Gebühren für die abgelaufene Zeit.

Was kann ich alles ins Pfandkredithaus bringen?
Gegenstände aus Gold und Silber, Schmuck aller Art, Armband- und Taschenuhren, Antiquitäten, Tafelsilber, Porzellan

Audio- und Videogeräte, Geräte der digitalen Fotografie

Computer, Laptops, Notebooks, Netbooks, Handys u. ä.

Fahrräder

Was passiert mit meinem Pfand, wenn ich es nicht abholen oder verlängern kann?
Ab dem 5. Monat erfolgt die gesetzlich vorgeschriebene Versteigerung.

Wie sicher sind meine Wertsachen beim Pfandleiher gelagert?
Alle Gegenstände werden fachmännisch gelagert. Die Sicherheitseinrichtungen entsprechen den modernsten Erfordernissen sowie den einschlägigen Vorschriften. Das Pfand wird gegen Schäden wie z.B. Feuerschäden, Leitungswasserschäden o.a. Verlust versichert.

Bekomme ich das Geld sofort oder muss ich noch warten?
Der Vorteil des Pfandkredites ist seine Unkompliziertheit. Der Pfandgeber bekommt Bargeld sofort und muss vom Pfandleiher weder Bonitätsnachweise, Schufa- Anfragen oder langwierige Antragsformalitäten fürchten. Es werden auch keine Auskünfte über die Pfandkreditkunden an solche Informationsdienste weitergeleitet, d.h. alle Angaben werden vertraulich behandelt. Lediglich der Personalausweis muß beim Abschluß des Pfandkreditvertrages vorgelegt werden.

Wie hoch werden meine Wertgegenstände bewertet?
Pfandkreditunternehmen leben von Zinsen und Gebühren, die der Kreditkunde zu zahlen hat. Ihre Höhe errechnet sich ausschließlich aus dem gewährten Darlehen. Alleine aus diesem Grund ist jedes Leihhaus interessiert daran, dem Kunden einen möglichst hohen Kredit zu gewähren. In der Regel werden die Gegenstände mit 40% bis 50% ihres Zeitwertes beliehen, da der Pfandleiher vom erwartbaren Versteigerungserlös ausgehen muß. Von diesem gehen neben den Kosten für die Versteigerung, die aufgelaufenen Zinsen und Gebühren ab. Die Deutsche Pfandleihverordnung schreibt klar vor, dass Versteigerungsüberschüsse an den Verpfänder- und falls dieser ihn nicht abholt- an den Staat abgeführt werden müssen. Nutznießer einer künstlich niedrig gehaltenen Wertbemessung wäre also im Endeffekt einzig und allein der Fiskus.

Wie hoch sind die Zinsen und Gebühren?
Die deutschen Pfandkreditunternehmen unterliegen einer strengen staatlichen Kontrolle. Seit 1961 regelt eine gesetzliche Verordnung die Einzelheiten und auch die Gebührensätze des Geschäftsbetriebes. Der Zins beträgt laut Gesetzgeber stets ein Prozent des Darlehensbetrages monatlich. Die Gebühren werden bei Darlehen bis 300,- € penibel von der Pfandleihverordnung geregelt, sie sind seit Jahrzehnten unverändert. Die Kostenvergütung deckt sämtliche Aufwendungen des Pfandkreditbetriebes, die Schätz- und die hohen Lagerkosten sowie die obligatorische Versicherung des Wertgegenstandes.

Ich habe Schulden. Bekomme ich dennoch Geld?
Ja natürlich. Sie hinterlegen ja ein Pfand als Sicherheit. Es erfolgt keine weitere Liquiditätsprüfung.

Wie lange schon gibt es Leihhäuser?
Das Prinzip Geld gegen Faustpfand gilt als die älteste Form des Kreditgeschäftes. In Deutschland entstanden erste Leihhäuser im 17. und 18. Jahrhundert.

Kann jeder ins Pfandhaus kommen?
Die Kunden der Leihhäuser kommen heute aus allen Bevölkerungsschichten. Diese Kreditnehmer nützen den Pfandkredit in der Regel, um kurzfristig finanzielle Engpässe zu überbrücken. Der Pfandkredit ist ein sicherer Weg zur problemlosen Geldbeschaffung für jedermann, also auch für gut situierte Bürger, denen auch eine Bank jederzeit einen Kredit einräumen würde. Ein Teil des Leihhauspublikums sind langjährige Stammkunden, die regelmäßig die Leistungen "Ihres" Pfandleihhauses als unkomplizierten Weg der Zwischenfinanzierung nutzen.